BOYKOTT JÜDISCHER GESCHÄFTE 1933

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Deutschland unter der Herrschaft von Nationalsozialismus (1933-1945)EINLEITUNG | unterlagen | film | LANDKARTEN | presseagentur

Victor Klemperers Tagebucheintrag von den bevorstehenden Boykott jüdischer Geschäfte (31.

Du schaust: Boykott jüdischer geschäfte 1933

März 1933)

Das by Hitler und der NSDAP propagierte Weltbild interpretierte die biografie der Menschheit als einen fortwährenden, erbitterten synthese zwischen hoch- und minderwertigen Rassen. Das Regime hindernis das Judentum wie den gefährlichsten Feind des deutschen Volkes, dessen angebliche Infiltration ns Nation seit lang vergiftete und durch dies die verantwortung für deutschlands militärische, geopolitische und wirtschaftliche Schwächung trug. Hitler sehen es wie seine historische aufgabe an, den angeblichen Prozess das Infiltration und biologischen Verunreinigung ns deutschen Volkes rückgängig kommen sie machen und das rassische Feinde, spezifisch die Juden, kommen sie entfernen. Rassistischer antisemitismus wurde schnell das bezeichnendste Merkmal ns NS-Regimes, das sämtliche Staats- und Parteiinstanzen weil das seine Rassenpolitik mobilisierte. Der erste center organisierte fußstapfen gegen deutschland rund 500.000 Juden, die laut Hitler kommen sie einer zerstörerischen Weltverschwörung gehörten, zu sein der über Propagandaminister joseph Goebbels organisierte landesweite Boykott gegen jüdische Geschäfte und Firmen. Dies Aktion sollte sogar zur Beschwichtigung ns ungeduldigsten SA- und NSDAP-Anhänger dienen, die einer schnelle Lösung das „Judenfrage“ forderten. Ein der von der neu NS-Rassenpolitik persönlich betroffenen Zeitzeugen war ns Dresdener Schriftsteller und Philologe Victor Klemperer (1881-1960), der das ende einer jüdischen familie stammte, noch schon 1912 zum Protestantismus konvertiert war. Weil seine vor mit ns „Arierin“ auch wegen seine Verdienste im ersten Weltkrieg hatte Klemperer unterschiedlich „Privilegien“ während ns NS-Zeit, ns ihn vor den gefährlichsten Maßnahmen das staatlichen Judenverfolgung schützten. (1935 wurde er aber an Grund von gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums über seiner Tätigkeit wie Professor in der Technischen Hochschule dresden „entpflichtet“.) in dem folgen Auszug seine Tagebucheintrages stammen aus 31. März 1933 kommentiert Klemperer das bevorstehenden Boykott und gab allgemeine Eindrücke ns neuen Realität in Deutschland.

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31. März, freitag abend

Immer trostloser. Morgen beginnt der Boykott. Gelbe Plakate, Wachen. Zwang, christlichen angestellten zwei Monatsgehälter kommen sie zahlen, jüdische kommen sie entlassen. In den erschütternden briefe der Juden an den Reichspräsidenten und die behörde keine Antwort. < . . . > niemand wagt sich vor. Das Dresdener Studentenschaft jawohl heute Erklärung: abgeschlossen hinter . . . Und das ist gegen das Ehre deutscher Studenten, mit Juden in Berührung zu kommen. Ns Zutritt damit Studentenhaus ist nachname verboten. Mit wieviel jüdischem geld wurde vor wenigen Jahren dies Studentenhaus gebaut! in München zu sein jüdische Dozenten bereits am Betreten das Universität verhindert worden. ns Aufruf und befehl des Boykottkomitees rose an: »Religion zu sein gleichgültig«, es kommt nur auf die Rasse an. Wenn an Geschäftsinhabern das Mann Jude, das Frau Christin ist heu umgekehrt: deshalb gilt ns Geschäft als jüdisch. – vortag abend in Gusti Wieghardt. Gedrückteste Stimmung.

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In der nacht gegen nr 3 – Eva schlaflos – riet mich Eva, heute die Wohnung zu kündigen, um eventuell ns Teil davon wieder kommen sie mieten. Ich verfügen über heute gekündigt. Das Zukunft ist eher ungewiß. < . . . > in Dienstag innerhalb neuen »Universum«-Kino in der Prager Straße. Nächste mir einer Reichswehrsoldat, einen Knabe noch, und sein wenig sympathisches Mädchen. Es war bei der Abend vor der Boykottankündigung. Gespräch, als eine Alsbergreklame lief. Er: »Eigentlich sollte man nicht beim Juden kaufen.« Sie: »Es zu sein aber deshalb furchtbar billig.« Er: »Dann ist das schlecht und halten nicht.« Sie, überlegend, eher sachlich, habe nicht alles Pathos: »Nein, wirklich, es ist ganz genau deswegen gut und haltbar, wirklich ziemlich genauso zusammen in christlichen Geschäften – und deswegen viel billiger.« Er: schweigt. – wie Hitler, Hindenburg etc. Erschienen, klatschte das begeistert. Nachher in dem gänzlich amerikanisch jazzbandischen, stellenweise deutlich jüdelnden film klatschte das noch begeisterter. das wurden die Ereignisse von 21. März vorgeführt, Stücke aus Reden gesprochen. Hindenburgs Proklamation mühselig, mit Atemnot, das Stimme einer uralten Mannes, ns physisch fast zu Ende ist. Hitler pastoral deklamierend. Goebbels aussehen ungemein jüdisch ende < . . . >. Einer sah Fackelzug und allerlei marschierendes, erwachendes Deutschland. Sogar Danzig mit Hakenkreuzflagge.< . . . > Quelle: Victor Klemperer, mich will Zeugnis ablegen bis um zum letzen. Tagebücher 1933-1941. Berlin: Aufbau-Verlag, 1995, S.

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