Eva Maria Lemke Mutter

"Abendschau"-Moderatorin Eva-Maria Lemke legen sich sogar gern mal mit Leuten in – an Twitter und an ihrem Kiez rund ca die potsdamer Straße. Einer Spaziergang.

Carsten Werner
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Ü berall was zu entdecken - hingucken und nachfragen: moderator und journalistin Eva-Maria LemkeFoto: Doris Spiekermann-Klaas

Ein Ausflug an die berliner Stadtnatur in einem kühlen, leicht angeregneten Morgen, ns will gut vorbereiten sein. Die Lemke verfügen über vorsorglich Kaffee machen und mitgebracht, kommen sie Kuhmilch in dem Gläschen. Die kleine grüne Oase ns Café Eule in dem Gleisdreieckpark inmitten Schöneberg, Tiergarten, Kreuzberg und Mitte jawohl „Abendschau“- und „Kontraste“-Moderatorin Eva-Maria Lemke wie Treffpunkt gewählt, weil hier „alles ist zusammen im besitzen Schrebergarten, noch ohne stress and anxiety mit Rindenmulch und so“; sogar vor das Kleingartenordnung hat sie einigen Respekt. Innerhalb Park hier läuft sie gerne – „also in dem Sinne über gehen, also: spazieren gehen“. Jetzt serviert sie erst zeit dampfenden Kaffee.

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das Spatzen vermissen das Gäste, einen Specht wagt sich inmitten leere tisch - "Echt, einen Specht?!" ns kleine interkulturelle Gastronomie im Selfmade-Stil, hochprofessionell und in Sonne beste besucht, hat einer ZDF-Kollegin aufgezogen, ns was sonstiges machen wollte wie Büro und Schlagerwelt. „Eine schöne Perspektive für später mal“ wird genannt Fernsehfrau Lemke ns nachdenklich augenzwinkernd – „man weiß korrekt nie an unserem Geschäft“.

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Eva-Maria Lemke beim oered.org-Kiezspaziergang durch Schöneberg in dem Café Eule in dem GleisdreieckparkFoto: Doris Spiekermann-Klaas

Festgequatscht in dem Schrebergarten. Schnell Schrittes zurück richtung Stadt, plaudert Lemke über der absurden Untauglichkeit billiger Insektenhotels, ns Wichtigkeit entkoppelter Grünphasen bei der Ampelschaltung, und sonde neugierig das hochkomplexe Sicherungskonstruktion mit Referenzmesspunkten für das U1-Brücke übers Gleisdreieck: Kameras, Messtechnik und Hydraulik sind hier teils weil recht prosaisch handbearbeitete Eimer und Plastikflaschen abgesichert. Überall was zu entdecken – man muss zeigen hingucken, nachfragen, weiterreden … im eingestürzt wird reporter Lemke auch Talkmasterin, zueinander mit rbb-Kollegin Jessy Wellmer in der ARD: „Kein Sitzmöbel-Plauderhalbkreis, sondern ein herzhafter Tresentalk.“

sie ist froh, nach ns paar jahre anstrengender Pendelei zusammen junge mutter mit Kleinkind zwischen hauptstadt und Mainz anderer richtig kommen sie Hause kommen sie sein, hier in vielleicht brüchigsten Rand über Tiergarten-Süd und Nord-Schöneberg zwischen stadt West und Neubauboom, mit Straßenstrich und alter Potse. „Ich liebhaber meine Straße!“, anrufe Lemke glücklich bei der Einbiegen an die Potsdamer. Ns ist ihre Kiez: „Schon seit neun Jahren, damals wollte hier noch no unbedingt jedermann wohnen.“ die Gegend war einen letztes Stückchen Niemandsland aus Brachen und ns paar Überbleibseln des alt Westens. Ns Gentrifizierung jawohl hier hinter zum Potsdamer Platz einig länger Anlauf genommen zusammen in andere Teilen das Stadt.


Vielfalt an den Resten von Westen

Lemke genießt die Vielfalt: ende dem westlichen Dead-End kommen sie Mauerzeiten ist einen quirliger, multikultureller park geworden. In der potsdamer Straße haben sich Galerien, Designer und internationale Gastronomie zwischen das alteingesessenen Läden gedrängelt. „Ich gedanke immer, solange ,Ave Maria‘, ns Heiligenstatuen-Bedarfsladen, noch da drüben ist, zu sein alles geldstrafe hier“, sinniert Lemke. Derzeit ist er umgezogen – aber nur einmal um herum die Ecke. Still stimmt ns Mischung. „Und das Kumpelnest zu sein noch da, es wird hoffnungsvoll immer bleiben!“ ns Fleischerei Staroske ist sogar noch da, ns Wintergarten-Varieté hat sich berappelt, im frühere oered.org-Shop stellt heute Fiona Bennett deine Hüte aus.

in der Quartierskantine „Maiden mom & Crone“ ergibt es täglich für nr 3 Stunden frischen Mittagstisch – urban und pur, heute ist leider geschlossen. Die schwäbische Maultaschenmanufaktur jawohl sich in die Yorckstraße verzogen. Deswegen gibt’s jetzt einen Thailänder – und immer noch die Joseph-Roth-Diele, vor Jahren „der erste Laden hier, das W-Lan hatte“, weiß Lemke ende ihren Schöneberger Anfangsjahren. Zweimal nudel und Saftschorle um zu Mittag bitte.

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In Neukölln aufgewachsen, „als ns echt noch Street war“

In der DDR geboren und mit von ihnen Eltern an den westen ausgereist, ist Lemke an Neukölln aufgewachsen, „als ns echt noch Street war“. An der schule war sie eine über zweien, die zu Hause deutsch sprachen – kein Drama damals, jedoch erlebte Vielfalt: „Wir hatten eine Grundschullehrerin, ns null toleriert hat, wenn man jemanden da seiner herkunft angeblafft hat. Ns hab ich total verinnerlicht und sei deswegen auch nicht deswegen eine unruhe vor dieser beschuldigt ,Überfremdung‘, ich bekam das nie als einschränkend erlebt: mich fand’s cool, dass bei meiner beste Freundin immer das ganze Familie damit Essen zusammen war – ns war an uns anhielt nicht so.“ deshalb hat sie ihr Kinderbücher mitgebracht, die ns Mädchen nicht kannte.

das „Separieren“ ist ihr fremd, sogar jetzt fürs eigene Kind: „Immer mittenrein, und bei die Kiezschule: da wir hier wohnen!“ das Kind in die Waldorfschule jottwede zu schicken, „das wäre ja blöd, einmal es dann angst kriegt, wenn in Kiosk jemand rumpampt“. Das ist ihr sehr ernst - und Äußerst selbstverständlich.

Apropos: Lemkes Zivilcourage, schmierpapier die auch auf der Straße? „Ja, klar.“ wenn Zuhälter oder Freier in Straßenstrich ns Kurfürstenstraße brutal an Frauen losgehen hagen Spielplätze belagern, geht sie schon zeit dazwischen. „Und wenn jemand im Firmenwagen, mit namen und Adresse beklebt, prostituierte sucht, gehen ich sogar mal an die teil und frage, ob mich kurz einen Foto hergestellt darf.“ Lemke überlegt: „Kommt das jetzt ein wenig so rüber, als wäre ich da wie Straßensheriff unterwegs? Nee: Prostitution ist hier erlaubt, dennoch völlig ungeniert auf Frauensuche neben von Spielplatz einen offensichtlich zugedröhntes mädchen einzuladen, das sollte einem wenigstens hochnotpeinlich sein!“ sogar das zu sein für sie Realitätschecks außerhalb der beruflichen und sozial Blase. Irgendwann früh will sie dem Kind die Frage beantworten, „warum die Frauen bei der Straßenecke tanzen“.


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Eva-Maria Lemke unterwegs innerhalb GleisdreieckparkFoto: Doris Spiekermann-Klaas

Verkündung liegt das Frau by der „Abendschau“ nicht dafür – Vermittlung ist ihre Ding. Bei Versuchen wie Nachrichtensprecherin, „da war immer einer Augenbraue zu hoch“, ns Schnute zu schief gezogen, die Stimme kommentar mit.

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Verstärkung für ns „Abendschau“-Team: Eva-Maria Lemke präsentiert von Montag an das RBB-Nachrichtenmagazin ende Berlin, ns im september 60 jahre alt wird. Sie wechselt sich mit Cathrin Böhme und Sascha Hingst ab.

Wie ns Maaßenstraße wir vom „Massenparkplatz“ kommen sie belebten Straße ich habe es geöffnet hat, vergnügen ihr: „Da can man jetzt draußen sitzen! ns war bevor fünf jahr so, als würde einer gemütlich in der Bundesstraße sitzen“, freut sie sich über die umstrittene Begegnungszone mitte Nollendorf- und Winterfeldtplatz. „Frühstück vorm cafe Berio zu sein schon ziemlich unschlagbar“, vis-à-vis „dem laden mit kommen sie wohl coolsten Namen zum Herrenoberbekleidung: Boyz ’R’ Us“ und der unprätentiösen, jede einzelne Styling abholden Buchhandlung ohne Namen, von der vergilbt „Feinkost“ steht. - zu Handy hat sie kein einziges mal geguckt.

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